Checkliste Grundstückskauf

Schritt für Schritt zum eigenen Grundstück

Der Kauf eines Grundstücks ist komplexer als der Kauf einer bestehenden Immobilie. Neben dem reinen Kaufprozess müssen Sie Bebaubarkeit, Erschließung und Bodenbeschaffenheit prüfen. Diese Checkliste führt Sie in fünf Phasen durch den gesamten Ablauf.

Checkliste und Planungsunterlagen

Phase 1: Vorbereitung

  • Budget ermitteln: Wie viel können Sie für Grundstück und Hausbau zusammen aufbringen?
  • Kaufnebenkosten einplanen (ca. 12–15 % bei Grundstücken inkl. Erschließung)
  • Eigenkapital zusammenstellen und Finanzierung vorklären
  • Bebauungswunsch definieren: Einfamilienhaus, Doppelhaushälfte, Mehrfamilienhaus?
  • Wunschlage und Grundstücksgröße festlegen
  • Finanzierungsbestätigung der Bank einholen

Phase 2: Grundstückssuche

  • Suchauftrag beim Makler aufgeben
  • Immobilienportale und kommunale Grundstücksangebote prüfen
  • Grundstücksart klären: Bauland, Rohbauland oder Bauerwartungsland?
  • Topografie beachten: Hanglage, Ausrichtung, Sonnenverlauf
  • Umgebung prüfen: Infrastruktur, Lärmquellen, geplante Bauvorhaben in der Nachbarschaft
  • Erschließungsgrad erfragen: Welche Anschlüsse sind vorhanden?

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Phase 3: Prüfung

  • Bebauungsplan einsehen und prüfen (GRZ, GFZ, Bauweise, Dachform)
  • Grundbuchauszug anfordern: Wegerechte, Baulasten, Grundschulden?
  • Altlastenkataster der Stadt prüfen
  • Bodengutachten beauftragen (Tragfähigkeit, Grundwasser, Altlasten)
  • Ggf. Bauvoranfrage beim Bauamt stellen
  • Vermessungsstatus klären: Sind die Grenzen festgelegt?
  • Erschließungsbeiträge klären: Stehen noch Nachzahlungen aus?

Phase 4: Kauf

  • Kaufpreis verhandeln (auf Basis von Bodenrichtwerten und Vergleichswerten)
  • Kaufvertragsentwurf vom Notar anfordern und prüfen
  • Grundstücksspezifische Klauseln prüfen (Erschließung, Altlasten, Vermessung)
  • Notartermin wahrnehmen und Vertrag beurkunden
  • Grunderwerbsteuer zahlen
  • Eigentumsumschreibung im Grundbuch abwarten

Phase 5: Nach dem Kauf

  • Bauantrag bei der Baugenehmigungsbehörde einreichen
  • Architekten und/oder Bauträger beauftragen
  • Erschließungsarbeiten beauftragen (falls Teilerschließung)
  • Versicherungen abschließen (Bauherrenhaftpflicht, Bauleistungsversicherung)
  • Grundsteuer an die Gemeinde zahlen (ab Eigentumsübergang)
Baustellenstart nach Grundstückskauf

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Checkliste abhaken — mit Unterstützung

Wir begleiten Sie durch alle fünf Phasen und achten darauf, dass kein Punkt übersehen wird. Sprechen Sie uns an.

Häufige Fragen zum Grundstückskauf-Ablauf in Leverkusen

Was steht im Bebauungsplan für ein Grundstück in Leverkusen?

Der B-Plan regelt verbindlich, was Sie bauen dürfen. Die wichtigsten Kennzahlen:

  • GRZ (Grundflächenzahl): Wie viel Prozent des Grundstücks darf überbaut werden — in Leverkusen typisch 0,3–0,4
  • GFZ (Geschossflächenzahl): Wie viel Geschossfläche insgesamt — in WA-Gebieten 0,8–1,2
  • Bauweise: offen (freistehend) oder geschlossen (Reihenhauszeile)
  • Dachform und Firsthöhe: oft konkret vorgeschrieben

Wer ohne B-Plan-Prüfung kauft, riskiert, dass sein Wunschhaus nicht genehmigungsfähig ist.

Wann brauche ich ein Bodengutachten in Leverkusen?

Sinnvoll oder gar Pflicht bei:

  • Bauantrag für Wohnhäuser — Banken und Bauämter fordern oft ein Baugrundgutachten
  • Verdacht auf Altlasten — ehemalige Industrieflächen, Tankstellen, Werkstätten
  • Bei Hanglage oder Auenflächen — Grundwasserstand, Setzungsverhalten
  • Bei lehmigem oder torfigem Boden — höhere Fundamentkosten

Ein Bodengutachten kostet 800–2.500 € — bei Problemboden spart es schnell mehrere zehntausend Euro.

Welche Erschließungskosten kommen beim Grundstückskauf in Leverkusen dazu?

Voll erschlossen heißt nicht immer beitragsfrei. Mögliche Zusatzkosten:

  • Erstmalige Erschließung bei Rohbauland: 30–100 €/m²
  • Hausanschlusskosten (Wasser, Strom, Abwasser, Gas, Telekommunikation): 8.000–20.000 € einmalig
  • Straßenausbaubeiträge — in NRW seit 2022 abgeschafft, gelten aber für laufende Verfahren noch
  • Kanalanschluss bei nicht erschlossenen Außenbereichsgrundstücken
Wie prüfe ich Altlasten bei einem Grundstück in Leverkusen?

Drei Schritte zur Altlastenprüfung:

  • Altlastenkataster der Stadt Leverkusen einsehen — kostenlose Auskunft beim Umweltamt
  • Historische Nutzung recherchieren — alte Stadtpläne, ehemalige Gewerbeansiedlungen
  • Bei Verdacht: Bodenuntersuchung — 500–3.000 € je nach Tiefe und Schadstoff-Spektrum

Ein nicht entdeckter Altlastenverdacht wird zur teuren Falle — Sanierungskosten oft sechsstellig.

Wer kommt für die Vermessung beim Grundstückskauf in Leverkusen auf?

Verschiedene Vermessungsarten haben unterschiedliche Kostenträger:

  • Katasterauszug (für Notar): Käufer trägt Kosten, 20–60 €
  • Grenzanzeige bei strittigen Grenzen: Käufer beauftragt, 500–1.500 €
  • Neuvermessung bei Grundstücksteilung: Verkäufer trägt, 1.500–4.000 €
  • Baugrund-Vermessung für Baugenehmigung: Käufer/Bauherr, 1.000–3.000 €
Was passiert nach dem Grundstückskauf-Notartermin in Leverkusen?

Der Weg vom Notartermin bis zum Baubeginn:

  • Auflassungsvormerkung ins Grundbuch — sichert Käuferposition
  • Grunderwerbsteuer bezahlen — Bescheid kommt 3–6 Wochen nach Beurkundung
  • Kaufpreis nach Fälligkeitsmitteilung überweisen
  • Eigentumsumschreibung im Grundbuch erfolgt
  • Bauantrag stellen — Bearbeitungszeit beim Bauamt 2–6 Monate

Wer schnell bauen will, sollte den Bauantrag parallel zur Notar-Abwicklung vorbereiten.

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