Grundstücksarten im Überblick
Nicht jedes Grundstück ist Bauland
Grundstück ist nicht gleich Grundstück. Je nach baurechtlicher Einstufung unterscheiden sich Nutzungsmöglichkeiten, Risiken und Preise erheblich. Bevor Sie kaufen, sollten Sie wissen, welche Grundstücksart Sie erwerben — und was das für Ihr Bauvorhaben bedeutet.

Die wichtigsten Grundstücksarten
Bauland (baureifes Land)
Bauland ist sofort bebaubar. Es liegt in einem Gebiet mit qualifiziertem Bebauungsplan oder innerhalb eines zusammenhängend bebauten Ortsteils (§ 34 BauGB). Die Erschließung ist gesichert. Bauland hat den höchsten Quadratmeterpreis aller Grundstücksarten.
Rohbauland
Rohbauland ist im Flächennutzungsplan als Baufläche vorgesehen und im Bebauungsplan als Baugebiet ausgewiesen — aber noch nicht erschlossen. Vor der Bebauung müssen Straße, Kanal, Wasser und Strom angeschlossen werden. Die Erschließungskosten trägt teilweise der Eigentümer. Rohbauland ist günstiger als Bauland, erfordert aber Geduld und zusätzliche Investitionen.
Bauerwartungsland
Bauerwartungsland ist im Flächennutzungsplan als künftige Baufläche vorgesehen, es existiert aber noch kein Bebauungsplan. Die Bebauung ist in absehbarer Zukunft möglich, aber nicht garantiert. Bauerwartungsland ist deutlich günstiger als Bauland — birgt aber das Risiko, dass die Gemeinde ihre Pläne ändert und das Land nicht bebaubar wird.
Risiko: Der Zeitraum bis zur tatsächlichen Bebaubarkeit ist ungewiss. Spekulationskäufe können sich lohnen, aber auch scheitern. Für den zeitnahen Hausbau ist Bauerwartungsland in der Regel nicht geeignet.
Ackerland / Grünland
Ackerland und Grünland liegen im Außenbereich und sind grundsätzlich nicht bebaubar (§ 35 BauGB). Ausnahmen gelten nur für privilegierte Vorhaben (z. B. Landwirtschaft). Der Quadratmeterpreis liegt weit unter dem von Bauland. Als Kapitalanlage ist Ackerland nur sinnvoll, wenn Sie auf eine spätere Umwidmung spekulieren — was unsicher ist.
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Preisunterschiede nach Grundstücksart
Die Preise unterscheiden sich je nach Grundstücksart erheblich. Als Orientierung:
| Grundstücksart | Preisniveau (relativ) | Bebaubarkeit |
|---|---|---|
| Bauland (baureifes Land) | hoch | sofort |
| Rohbauland | mittel | nach Erschließung |
| Bauerwartungsland | niedrig bis mittel | ungewiss |
| Ackerland / Grünland | niedrig | nicht bebaubar |
Sonderfall: Erbbaurecht (Erbpacht)
Beim Erbbaurecht kaufen Sie nicht das Grundstück selbst, sondern ein zeitlich befristetes Nutzungsrecht (meist 60–99 Jahre). Sie zahlen einen jährlichen Erbbauzins an den Grundstückseigentümer (oft Kirche, Gemeinde oder Stiftung). Vorteil: geringere Anfangsinvestition. Nachteil: kein Grundstückseigentum, Zinsanpassungen möglich, eingeschränkte Beleihbarkeit bei Banken.

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Häufige Fragen zu Grundstücksarten in Leverkusen
Welche Grundstücksarten gibt es in Leverkusen?
Hauptkategorien:
- Bauland: rechtsgültiger B-Plan, sofort bebaubar
- Bauerwartungsland: Bauland-Aussicht ohne rechtsgültigen B-Plan
- Rohbauland: Bauland ohne Erschließung
- Wald-/Wiesengrundstücke: meist nicht bebaubar
- Gewerbegrundstücke: für gewerbliche Nutzung
- Erbbaurechtsgrundstücke: Nutzungsrecht statt Eigentum
Wir bei wavepoint GmbH & Co. KG vermitteln alle Arten und prüfen den baurechtlichen Status vorab.
Was ist Erbbaurecht in Leverkusen?
Beim Erbbaurecht kaufen Sie nicht das Grundstück, sondern ein zeitlich befristetes Nutzungsrecht (60-99 Jahre). Sie zahlen jährlichen Erbbauzins (typisch 3-5 Prozent des Grundstückswerts) an den Eigentümer.
Vorteile: geringere Anfangsinvestition. Nachteile: kein Grundstückseigentum, Zinsanpassungen möglich, eingeschränkte Beleihbarkeit, Heimfall am Ende.
Was ist Bauerwartungsland in Leverkusen wert?
Bauerwartungsland kostet typisch 10-40 Prozent des Baulandpreises — je nach Stand der Bauleitplanung und Realisierungswahrscheinlichkeit.
Risiko: Wird der B-Plan nie verabschiedet, bleibt das Grundstück unbebaubar. Lohnt sich nur bei langem Anlagehorizont und Risikobereitschaft.
Was ist der Unterschied zwischen Innenbereich und Außenbereich in Leverkusen?
Innenbereich (§34 BauGB): zusammenhängend bebauter Ortsteil, Bauen erlaubt wenn einfügend. Außenbereich (§35 BauGB): außerhalb geschlossener Ortschaften, Bauen meist nicht erlaubt — Ausnahmen für Landwirtschaft, Solar etc.
Bei Außenbereich sollten Sie nur kaufen, wenn Sie keine Wohnbebauung planen — das Risiko ist sonst zu hoch.
Lohnt sich ein Erbbaurechts-Grundstück in Leverkusen?
Lohnt sich bei begrenztem Eigenkapital und langfristiger Selbstnutzung. Vorteil: niedrigere Anfangsinvestition (kein Grundstückskauf), schnellere Finanzierungsfreiheit.
Nachteile: geringerer Wiederverkaufswert, Zinsanpassungen alle paar Jahre, Heimfallrisiko nach 60-99 Jahren. Wir bei wavepoint GmbH & Co. KG kalkulieren die Wirtschaftlichkeit transparent.
Was ist Rohbauland in Leverkusen?
Rohbauland ist als Bauland im B-Plan ausgewiesen, aber noch nicht erschlossen. Es kostet weniger als voll erschlossenes Bauland, dafür kommen Erschließungskosten von 20.000-50.000 € auf Sie zu.
Lohnt sich bei guter Lage und ausreichend Eigenkapital für die Erschließung. Wir bei wavepoint GmbH & Co. KG kalkulieren die Gesamtkosten realistisch.