Checkliste für den Mehrfamilienhauskauf

Systematisch zum Investment

Der Kauf eines Mehrfamilienhauses erfordert eine strukturierte Vorgehensweise. Diese Checkliste führt Sie in fünf Phasen durch den Kaufprozess — von der Vorbereitung bis zur Übernahme der Verwaltung.

Checkliste für den strukturierten Immobilienkauf

Phase 1: Vorbereitung

  • Investment-Kriterien definieren (Standort, Größe, Renditeerwartung, Zustand)
  • Budget festlegen inklusive Kaufnebenkosten und Rücklagen für Instandhaltung
  • Eigenkapital und Finanzierungsrahmen klären
  • Steuerberater zur Strukturierung einbinden (Privatvermögen oder GmbH)
  • Suchauftrag erteilen oder selbst recherchieren

Phase 2: Prüfung der Ertragslage

  • Mieterliste anfordern (Nettokaltmieten, Mietbeginn, Vertragslaufzeiten)
  • Kaufpreisfaktor berechnen
  • Brutto- und Nettomietrendite kalkulieren
  • Leerstandsquote der letzten drei bis fünf Jahre prüfen
  • Mieten mit dem lokalen Mietspiegel abgleichen
  • Betriebskostenabrechnungen der letzten drei Jahre einsehen

Phase 3: Due Diligence

  • Mietverträge einzeln prüfen (Klauseln, Sondervereinbarungen, Kündigungsfristen)
  • Rücklagen und Instandhaltungshistorie prüfen
  • Energieausweis anfordern und bewerten
  • Grundbuchauszug prüfen (Lasten, Grundpfandrechte, Baulasten)
  • Gebäudezustand durch Besichtigung oder Sachverständigen beurteilen
  • Laufende Verträge sichten (Verwaltung, Wartung, Versicherung)
  • Bau- und Altlastenkataster prüfen

Passende Angebote erhalten

Hinterlegen Sie Ihre Suchkriterien — wir informieren Sie, sobald passende Objekte verfügbar sind.

Phase 4: Kauf

  • Finanzierung verbindlich zusagen lassen
  • Kaufpreis verhandeln auf Basis der Due-Diligence-Ergebnisse
  • Kaufvertragsentwurf prüfen (Mietverhältnisse, Kautionen, laufende Verträge)
  • Notartermin wahrnehmen
  • Kaufnebenkosten zahlen (Grunderwerbsteuer, Notar, Grundbuch)

Phase 5: Nach dem Kauf

  • Hausverwaltung beauftragen oder Eigenverwaltung organisieren
  • Mieter schriftlich über Eigentümerwechsel informieren
  • Mietkautionen übernehmen und korrekt anlegen
  • Versorgungsverträge prüfen und ggf. umstellen
  • Gebäudeversicherung prüfen (Kündigungsrecht innerhalb eines Monats)
  • Instandhaltungsplan erstellen und Rücklagen aufbauen
  • Kontakt zu Mietern aufbauen
Strukturierter Ablauf beim Immobilienkauf

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Mit Begleitung sicherer ans Ziel

Wir unterstützen Sie in jeder Phase — von der Objektsuche über die Due Diligence bis zur Übergabe. Informieren Sie sich auch über unseren Kaufablauf mit Makler und die häufigsten Fehler beim Mehrfamilienhaus-Kauf.

Häufige Fragen zur MFH-Due-Diligence in Leverkusen

Welche Mietverträge muss ich beim MFH-Kauf in Leverkusen einzeln prüfen?

Jeden bestehenden Mietvertrag im Detail. Kritische Punkte:

  • Mietpreis-Aktualität — liegt er deutlich unter Vergleichsmiete? Anpassungspotenzial
  • Index- oder Staffelmiete — automatische Anpassungen ja/nein
  • Modernisierungsverzicht — Sonderklauseln, die Sanierungsumlagen verhindern
  • Mietzeiträume und Kündigungsfristen — Altmieter mit 9 Monaten Kündigungsfrist
  • Nebenabreden / Sonderkonditionen — Garagen-Miete pauschal, Hausnutzung, Hausmeisterleistungen

Bei einem 8-Parteien-Haus sind das 8 Verträge mit oft 8 verschiedenen Konditionen.

Was sagt die Mieterstruktur über ein Mehrfamilienhaus in Leverkusen aus?

Die Mieterstruktur ist ein wesentlicher Wertfaktor:

  • Lange Mietverhältnisse (10+ Jahre) — meist niedrige Mieten, aber hohe Stabilität
  • Hohe Fluktuation (Mieterwechsel jährlich) — Indiz für Probleme im Haus, aber Anpassungspotenzial
  • Senioren-Mieterstruktur — vorhersehbare Generationswechsel, oft mit Sanierungsbedarf
  • Junge Mieter — höhere Fluktuation, schnellere Mietanpassung möglich
Welche Mietsteigerungspotenziale gibt es bei MFH in Leverkusen?

Drei Hebel sind realistisch:

  • Mietanpassung bei Wiedervermietung — bei Mieterwechsel kann die neue Miete oft 20–40 % höher liegen
  • Mieterhöhungen bestehender Mieter — alle 3 Jahre bis 20 % (Kappungsgrenze) bzw. 15 % in angespannten Märkten
  • Modernisierungsumlage — 8 % der Modernisierungskosten pro Jahr auf Miete umlegbar

Die Mietpreisbremse begrenzt bei Wiedervermietung in einigen Lagen auf 10 % über Vergleichsmiete — Prüfung pro Stadtteil nötig.

Wann ist eine Aufteilung in Eigentumswohnungen bei MFH in Leverkusen sinnvoll?

Die Aufteilung bietet wirtschaftliche Vorteile, hat aber auch Hürden:

  • Wertgewinn 15–30 % — Summe der Einzelpreise oft über MFH-Gesamtpreis
  • Aufteilungskosten: 5.000–15.000 € pro WE für Teilungserklärung, Vermessung, Notar
  • Vorkaufsrecht der Bestandsmieter beim ersten Verkauf nach Aufteilung
  • Sperrfristen Eigenbedarf: 3–10 Jahre — schließt schnelle Eigennutzung aus

In Leverkusen ist die Aufteilung wegen begrenzter Wohnungsmärkte oft attraktiv.

Welche Sanierungspflichten gelten bei MFH-Kauf in Leverkusen?

Nach Erwerb greifen Pflichten aus dem Gebäudeenergiegesetz (GEG):

  • Heizung über 30 Jahre alt: Tausch innerhalb 2 Jahren Pflicht
  • Dämmung oberste Geschossdecke: bei ungedämmten Dachböden 2-Jahres-Frist
  • Energieausweis-Pflicht bei Neuvermietung jeder Wohnung
  • Heizungstausch ab 2024: Neue Heizungen müssen 65 %-EE-Anteil haben (in Bestandsgebäuden differenziert)

Bei MFH mit Sanierungsstau können die Pflichten schnell sechsstellige Investitionen nach sich ziehen — vor Kauf detailliert kalkulieren.

Welche Bewirtschaftungskosten fallen bei einem MFH in Leverkusen an?

Nicht umlagefähige Kosten reduzieren Ihre Nettorendite:

  • Verwaltungskosten: 250–400 € pro Wohneinheit jährlich
  • Instandhaltungsrücklage: 8–15 €/m² Wohnfläche jährlich
  • Mietausfallwagnis: 2–4 % der Jahresmiete
  • Versicherungen: 0,5–1,5 €/m² Wohnfläche jährlich

Insgesamt summieren sich diese auf 15–25 % der Bruttomieteinnahmen — entscheidend für die Renditeberechnung.

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